Analytics Summit Recap

Zusammenfassung aller Vorträge von der letzten Konferenz

english Intermediate Data

Dave Barney
Google

On the 6th Analytics Summit Dave Barney, Product Manager at Google for Attribution 360, showed us how to understand the world better with Search Data and apply the knowledge accordingly to business and the market.
The behavior of humans has changed with the introduction of mobile devices. Everyone can look up anything they want almost anywhere and receive an answer within milliseconds. Therefore, all important local, national and international events can be read out by looking up only a keyword in Google Trends. By comparing it to the according real-life events, a correlation can be discovered between keyword search and the actual events. For this reason, flu breakouts can be determined even earlier than medical centers can. Businesses can use their search data, especially in TV and Radio advertisement. Only by entering the own business data or related keywords to the ad in Google Trends can help to determine spikes when and where it was searched most. Therefore, it is a fantastic way to understand the digital response in correlation to TV ad airing. By combining and analyzing this data outcome of the TV spot to Google Analytics data, a better outcome of future advertisement on TV can be concluded. Especially TV shows with a really responsive audience interacting with mobile devices while watching TV offer a great base for useful search data that can be included into future marketing and advertisement planning.

english Intermediate Analytics (360) and AI

Dr. Arman Nassirtoussi
Zalando

Zalando ist sicherlich einer der Vorreiter und eines der Vorzeigeunternehmen, wenn es um Beispiele geht, wie Daten und Informationen nicht nur erhoben, sondern auch sinnvoll nutzbar gemacht werden können. Dr. Arman Nassirtoussi, Senior Analyst & Lead bei der Zalando SE gibt im Rahmen der Analytics Summit 2017 tiefe Einblicke in die strategische Ausrichtung hin zu einer durch Daten gestützte Unternehmung und zeigt den Prozess von der Datenerfassung über das Verknüpfen mehrerer Quellen hin zur Voraussage-Logik eines ganzheitlichen Datensets auf.
Ein Voraussage-Modell zu erreichen beginnt hierbei stets mit einer durch Analytics-Implementierung gestützten, möglichst breiten Datenbasis. Die Erfassung möglichst vieler „Features“ eines Kunden können hierbei für Prognosemodelle herangezogen werden – so fallen hierunter neben „klassischen“ Click-, View- und demografischen Daten durchaus auch Aussagen zum Wetter, Positionsdaten oder der Uhrzeit. Das Verarbeiten der erhobenen Daten im so genannten Cleaning-Prozess stiftet anschließend die zweite Prozessebene – die Informationen. Eine Verkettung unterschiedlicher Informationsstränge kann schließlich Wissen generieren, das wiederum Analysten befähigt Prognosen für eine zukünftige Entwicklung zu erstellen. Artificial Intelligence gliedert sich nachfolgend in zwei Klassifikationsarten: Regelbasierte Verfahren und eine statistische Verfahrensweise, die auf Machine Learning beruht. Wobei die letztgenannte auf die Bildung von Klassen in einer Zielmatrix abzielt, in welcher Erkenntnisse in einem binären System Zuordnung erfahren, während erstgenannte einer „einfachen if-then“-Logik folgt.
Mit Hilfe der beschriebenen Verfahrensweisen, einer engen Zusammenarbeit zwischen Analytics-Experten und der Data Science sowie einem stringenten AI-Gedanken schafft es Zalando erfolgreich seine Kunden anzusprechen und diesen passgenaue Produkte anzubieten.

german Intermediate Google Analytics (360) und DoubleClick

Sören Lüders
Jochen Schweizer

Zu erkennen, dass die bestehenden Annahmen, auf die die gesamten Marketing Konzepte aufgebaut wurden, absolut falsch sind, ist ein schmerzhafter, jedoch auch wichtiger Prozess der Verbesserung. Sören Lüders, Head of Online Marketing & Data Analysis bei Jochen Schweizer, hat genau diese Erfahrung machen müssen.
Nach der Implementierung von Google Analytics 360 konnten zum ersten Mal die tatsächlichen User-Daten erhoben werden und diese mit den zahlreichen integrierten Reporting Funktionen und dem Tool Google Trends analysiert werden. Es stellte sich heraus, dass angenommene Personas der typischen Käufergruppen und die erwartete typische User-Journey, welche aus teuren Studien erarbeitet wurden, ganz und gar nicht der Realität entsprechen. Nicht nur das Durchschnittsalter der User war falsch geschätzt worden, auch die Relevanz des SEA Kanals wurde gravierend unterschätzt.
Diese wichtigen Insights wurden für ein radikales Umdenken der Marketingstrategie verwendet und dienten als Anstöße für eine Step by Step Implementierung von DoubleClick Search und anschließend dem DoubleClick Campaign Manager, um Marketingmaßnahmen der Realität entsprechend zu gestalten und weitere Analysen der User-Journey anstellen zu können. Wichtige Quick-Wins konnten laut Sören mit DoubleClick Search leicht erzielt werden. Und dank den Möglichkeiten der Attribution aller Kanäle durch DoubleClick und GA konnte die tatsächliche User-Journey weiter verstanden werden und die Ansprache der Kunden effizienter gestaltet werden. Diesen Erfolg möchte Sören weiter vorantreiben und setzte als nächsten Step auf den DoubleClick Bid Manager, um die gewonnenen Erkenntnisse mittels dynamischem Targeting der User-Journey entsprechend weiter zu verwenden.

german Advanced Data Insights

Adrian Heinrich
Dawanda

Adrian Heinrich ist Director Marketing-Performance und Analytics bei DaWanda. Er arbeitet seit fünf Jahren für die Plattform und treibt dort die Marketing-Automatisierung entscheidend voran.
Für Situationen, in denen das Google Analytics Interface an seine Grenzen stößt, hilft die Auswertung von Rohdaten über statistische Modelle – besser bekannt als Data Science.
Beginnend mit einer Einführung in Zeitreihenanalysen und Forecasts wurde R/ R Studio als Open Source Tool für Data Science vorgestellt. Step by Step schilderte Adrian Heinrich die Installation von R und die Verknüpfung mit der Google Analytics API. Am Beispiel von Organic Search wurde ein statistisches Modell für den Forecast auf Jahresbasis berechnet. Abschließend wurde das Modell validiert.

Von der Installation und dem Datenzugriff mittels BigQuery über die Berechnung statistischer Modelle mit R bis zu der daraus resultierenden Entscheidungsfindung lieferte Adrian Heinrich den Zuhörern auf der Analytics Summit ein eindrucksvolles Praxisbeispiel zur Verknüpfung zwischen Analytics und Data Science.

In den weiteren Einsatzmöglichkeiten wird dieses Vorgehen nur durch die eigene Kreativität und – in den meisten Fällen – durch verfügbare Daten beschränkt.

german Intermediate GTM

Manuel Schnaible
l'tur

Manuel Schnaible ist Analytics Manager bei l’tur. Ein BWL-Autodidakt der sich über die Jahre ein tiefes Analytics-Wissen in Eigenarbeit angeeignet hat und dieses Wissen in seinem Vortrag für angehende Google Analytics Anwender zugänglich macht.

Ein Website Developer, ein Manager und ein Analyst treffen sich im Meeting… Ein normaler Tag für Manuel Schnaible. In seinem Vortrag demonstriert er neben der Funktionalität des Google Tag Managers (GTM), wie diese Rollen heutzutage immer enger zusammenwachsen. Dafür bedient er sich einer clevere Analogie, um die Technologie hinter Events zu erklären. Events im GTM sind wie LKWs – Vehikel zum verschicken von Informationen. Die Informationen sind die (Custom) Dimensions, oder die Pakete, welche auf der LKW-Ladefläche liegen. Ein Trigger ist die Ampel, die dem LKW bedeutet, dass er losfahren kann.
Diese Erklärung verdeutlicht die Funktionsweise des GTM, bei dem die Informationen immer da sind, aber erst durch ihren Versand an Relevanz gewinnen. Damit läutet Manuel Schnaible seine Einführung in den Data Layer ein. Darin zeigt er an einigen Anwendungsfällen auf, wie Web Analyse und Management immer weiter zusammenrücken.

german Intermediate Analytics Optimierung

Michael Janssen
Zedwoo

Das Gesicht von Michael Janssen dürfte einigen Besuchern des Summits bereits bekannt sein, denn im letzten Jahr durften wir ihn im Curio Haus als Analytics Challenge Teilnehmer begrüßen und in diesem Jahr als Speaker. Bei der Challenge musste er damals das Publikum mit einem Hack von sich überzeugen und in diesem Jahr hat er die Fortsetzung des Hacks aus dem letzten Jahr im Gepäck und 10 weitere. So präsentierte er insgesamt 11 Hacks. Darunter waren einige Basics aber vor allem gab es praktische Tipps zum täglichen Umgang mit Google Analytics und Hinweise zur Verbesserung des Accounts. Das von Janssen erklärte Ziel war, dass jeder Zuschauer seines Vortrags mindestens durch einen Hack bereichert wird. Das im Vortrag gewonnene Wissen war sehr praxisbezogen und sollte dann schnellstmöglich von den Zuschauern in der Praxis angewendet werden.
Die Hacks kamen aus fast allen Google Analytics Teilbereichen, unter anderem gab es grundlegende Themengebiete, die Janssen selbst als „easy“ beschreibt, die in keinem Konto fehlen dürften und von Anwendern schnell umgesetzt werden konnten. Bewusst von Janssen vernachlässigt wurde der Bereich Verknüpfungsmöglichkeiten von Google Analytics.

english Advanced Analytics and Tools

Jérémie Er-rafiqi und Talal Mahmood Chaudhry
Jimdo

Jimdo ist eine Cloud Plattform, die es jedem ermöglicht Webseiten zu erstellen. Davon haben bereits über 15 Millionen Webseiten profitiert. Da Jimdos Produkt nur vom Browser zugänglich ist, also ein Software as a Service (SaaS) darstellt, ergeben sich ganz neue Herausforderungen in der Google Analytics Implementierung.
Für Produkte und Einkaufskörbe gibt es Enhanced E-Commerce. Aber welche Tools kann man nutzen, wenn das eigene Produkt nur in der Cloud existiert? Jérémie Er-rafiqi und Talal Mahmood Chaudhry erklären mit einer gesunden Portion Selbstironie wie man Google Analytics auf die eigenen SaaS Bedürfnisse zuschneiden kann. Zum Beispiel bekommt A/B Testing eine neue Dimension, wenn man verschiedene Ansichten bei bestehender IT Infrastruktur ausrollen möchte. Um eine repräsentative Stichprobe zu erhalten bedarf es bereits eigener Tools. Dann muss man die Ergebnisse heterogenen internen Kunden präsentieren. Allen voran die Marketing Füchse die es „flashy“ mögen und bei denen „es niemals eine letzte Frage gibt“. Natürlich müssen Reports auf alle Beteiligte genau zugeschnitten werden. Auch müssen Jérémie Er-rafiqi und Talal Mahmood Chaudhry die besonderen KPIs von SaaS abbilden. Dafür haben sie nach eigener Aussage noch keine standardisierten Tools gefunden. Stattdessen nutzen sie ihre Technologieaffinität und haben sich einen Tracking Stack aus Redshift, Google Big Query und internen Anwendungen zusammengebaut. Nicht alles kommt out of the box. Dafür muss man halt manchmal außerhalb derer denken, wie Jimdo demonstriert hat.

german Beginner Analytics 360

Knut Barth
BAUR Gruppe

„Der Versandhandel hat es nicht leicht.“ Da sind sich Knut Barth und Christoph Weihrich der BAUR Group einig und beziehen sich auf die sinkende Kundenbindung, den hohen CAC (Customer Acquisition Costs) und die Herausforderung der Retouren. Es müssen neue, programmatische Ansätze gefunden werden, um Marketingmaßnahmen noch dynamischer ausrichten zu können. Die Bereiche Attribution und eine realitätsgetreue Analyse der Customer Journey gehören für Knut klar dazu. Die dafür benötigten Tools müssten jedoch erst eingeführt werden und die Anbieterlandschaft dafür ist groß. Mithilfe von Forrester Wave Analysen wurden mehr als 100 Tools im Bereich von DSPs über Cross Device Measurement bis hin zu Attributions Lösungen miteinander verglichen. Eine Frage wurde dabei immer wichtiger: Soll eine “Best of Breed” Lösung (die beste Lösung in dem jeweiligen Bereich) eingesetzt werden oder soll doch auf einen großen Anbieter mit bereichsübergreifenden Portfolio gesetzt werden?
Knut wurde schnell bewusst, dass das Optimum nur durch nahtlos integrierte Systeme erreicht werden kann und eine Vielzahl von Schnittstellen zwischen Tools verschiedener Anbieter zu viel Hürden und Aufwand mit sich zieht.
BAUR entschied sich für eine Google Full Stack Lösung mit Google Analytics 360 und DoubleClick. Es gibt allerdings Herausforderungen in der Implementierung, berichtet Christoph, der die technische Ausführung verantwortete. Das Umsatz-Tracking, Redirects über Payment Dienste und die Integration von Retouren auf Warenkorb-Ebene aus dem CRM System werden hier von beiden angeführt. Dennoch sind Knut und Christoph von ihrem eingeschlagenen Weg überzeugt und warten bereits auf Googles zukünftige Tools – Audience und Attribution 360.

english Intermediate Implementierung Google Analytics (360)

Menasheh Fogel
Bayer

Ein globales Web Tracking und Analyse Setup mit Google Analytics 360 aufzustellen ist sicher keine leichte Aufgabe. Ein globales Setup in einem so umfassenden Konzern wie Bayer mit all seinen Bereichen und Marken in 44 Ländern ausrollen zu wollen, klingt somit nach einem riesigen Projekt. Menasheh Fogel berichtete jedoch eindrucksvoll, dass genau dieses Projekt stemmbar ist.
Ein gut durchdachtes und integriertes globales Framework ist dabei nicht nur hilfreich, Menasheh bezeichnet es sogar als den “critical path for success”. Standardisierte Taggingpläne, einheitlich festgelegte Events sowie klare und eindeutig definierte KPIs, zusammen mit einer umfassenden Naming Convention waren notwendig um eine globale Vergleichbarkeit über alle Bereiche hinweg zu erreichen. Der Aufwand für diesen Grundstein ist groß, zumal viele Stakeholder involviert sind und diese Transformation über viele Einheiten hinweg akzeptiert werden muss. Eine Erfahrung von der Menasheh nicht nur positives berichtet. Die Investition zahlt sich jedoch aus. Das globale Framework konnte für eine programmatische Erstellung des Setups verwendet werden und durch den Einsatz des Google Tag Managers weiter automatisiert werden. Nach der Google Analytics Suite steht nun das DoubleClick Fullstack im globalen Setup auf der Agenda. Doch Menasheh wirkt bei den Worten auf der Bühne sichtlich gelassen, denn auch hier kann er auf die bereits gesetzten internen Standards aufbauen.

german Intermediate Prozesse

Dr. Elena Ossella De Filippo
kloeckner.i

Dr. Elena Ossella de Filippo leitet das Reporting bei Kloeckner, einem stark digitalisierten Stahlproduzenten. Da es sich um Kloeckner handelt, ist ihre Aufgabe deutlich umfangreicher, als man im Vorhinein annehmen könnte. Gleichzeitig nimmt sie sich dieser Aufgabe mit Eifer seit Jahren an und war als erste Fragestellerin auf der ersten Analytics Summits.

Wie macht man aus einem Stahlproduzenten einen führenden E-Commerce Händler seiner Branche und einem der digitalisiertesten deutschen Mittelständler? Mit viel Disziplin und wissenschaftlicher Herangehensweise. Je rigoroser, desto besser. Denn Kloeckner wickelt von der Vertragsunterzeichnung, über die Bestellung, bis zur Order-Überwachung alles digital ab.
Aus diesem Grund ist ein reibungsloser Funktions- und Analyseprozess unerlässlich. Den Prozess zur Veröffentlichung neuer Tracking-Features hat Dr. Elena Ossella de Filippo entsprechend durchgetaktet. Dass es vor dem Publishing neuer Tracking-Features einiges zu beachten gibt, ist nicht wirklich überraschend. Allerdings dass sie empfiehlt zum Testen nicht die Google Tag Manager Preview Funktion zu nutzen, verwundert schon eher. Doch sie schildert, dass es passieren kann, dass die Custom Dimensions in der Live Version nicht angezeigt werden. Diese werden automatisch im Preview Modus mitgesendet.
Natürlich gibt es auch einen Prozess für das Monitoring während der Veröffentlichung. Denn neue Tags könnten den bestehenden in die Quere kommen. Dafür empfiehlt Dr. Elena Ossella de Filippo eigene Dashboards. Last but definitely not least, ist das Monitoring nach der Veröffentlichung. Auf diese Weise stellt Dr. Elena Ossella de Filippo sicher, das Kloeckners digitale Maschine so reibungslos wie möglich läuft.

german Intermediate Reporting

Till Schramm
MADSACK Market Solutions

In seinem diesjährigen Vortrag berichtete Till Schramm über Reporting mit Hilfe von Spreadsheets und APIs, ein allgegenwärtiges Thema. Dementsprechend war der Raum auf dem Analytics Summit bis auf den letzten Platz inklusive Boden besetzt und brachte ein sehr großes Interesse der Besucher mit sich.
Wie er zu dieser Thematik gekommen ist liegt auf der Hand, denn das von ihm beschriebene Problem sollte bei vielen bekannt sein. Reporting in Unternehmen ist häufig ein Thema für das laut Schramm wenig Geld ausgegeben werden soll, welches allerdings trotzdem schnell gehen muss und möglichst automatisiert vonstatten gehen soll. Probleme treten auf dem Weg zum Reporting immer wieder auf, dabei darf man meist nicht direkt ans Rechenzentrum um darüber Reportings zu erstellen und Entwickler sind meist teuer und teilweise unflexibel. Trotzdem reichen die vorhandenen Dashboards meist nicht um die wichtigsten Informationen für unterschiedliche Bereiche im Unternehmen darzustellen. Schramm hat für sich und Madsack Market Solutions aus diesen Gründen Google Spreadsheets entdeckt. Einige Vorteile liegen klar auf der Hand, wie z.B. die Kompatibilität und leichte Anbindung vieler Plugins. In seinem Vortrag beschrieb er seinen Weg zur Nutzung von Spreadsheets, der damit begann Excel und Word zu löschen. Heute wertet Till unter anderem Daten aus Sistrix, Screamingfrog, Facebook und Google Analytics mit Spreadsheets aus und stellt sie dem Unternehmen zur Verfügung.

german Intermediate Data

David Kriesel
DataScience Experte

David Kriesel ist Informatiker und hat in Bonn sowie an der Cornell University (Ithaca, New York, USA) studiert. Er arbeitet als Advanced Analytics Engineer, nebenberuflich als Consultant und Speaker für Konferenzen und Firmenveranstaltungen. Abseits der Informatik ist Kriesel sehr interessiert daran, wie die Digitalisierung der Welt die Gesellschaft beeinflusst, was er auf der diesjährigen Analytics Summit eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Mit seinem Vortrag „SpiegelMining“ gibt Kriesel Einblicke in die Verfahrensweise eines Datenanalysten, zeigt auf wie Daten im Internet massenhaft erfasst werden können und welch brisante Aussagekraft schon vermeintlich wertlose Metadaten haben können. Dies alles schildert er am Beispiel des Internet-Auftrittes von Spiegel Online. Mit viel Witz, jedoch stets unter Anführung gesellschaftspolitischer Verweise zeigt Kriesel das Chancenpotenzial der Data Science, aber auch die Risiken von Fehlinterpretationen auf. So liefern Daten „keine Wahrheiten“ und Data Science sei „keineswegs immer politisch korrekt“ und könne auch unbequeme Erkenntnisse mit sich bringen.

In einer Zeit, in der Daten massenhaft erzeugt werden, gilt es Missbrauchspotenzial von Datensätzen zu erkennen, ganz gleich ob diese unter einem ehrenwerten Vorwand erzeugt worden sind. Kriesel spielt hierbei insbesondere auf die Vorratsdatenspeicherung an und führt das Auditorium hin zu einer neuen, kritischeren Betrachtungsweise für das Thema Data Science.

Die Analytics Challenge fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Zu gewinnen gab es den Analytics Award, Ruhm und Ehre sowie eine Reise nach London. Die vier Finalisten Marco, Alexander, Markus und Christian hatten sich bereits in den Vorrunden in Berlin, München, Köln und Hamburg gegenüber der harten regionalen Konkurrenz behaupten können. Nun traten sie vor großem Publikum mit ihren 10-minütigen Challenge Präsentationen gegeneinander an.
Marco Szeidenleder erklärte wie man idealerweise den Google Tag Manager für mobile Apps einsetzt und wie er mit Hilfe eines Servers die etlichen Anfragen der Tracking-Tools minimiert. Als zweiter Vortragender folgte Alexander Gross. Er beschrieb wie er mittels Analysen den Fragen auf den Grund ging, ob Frauen tatsächlich für Ihre Männer einkaufen, ob es Marken gibt, die zueinander passen und welche Wirkung Rotpreise haben. Danach kam Markus Bärsch mit seinem Vortrag über Spam-Bekämpfung in Properties. Er schilderte wie er ein Anti-Spam Passwort verwendet, sodass Inhalten von Spammern in den Properties ausgefiltert werden können. Als letzter trat Christian Ebernickel auf die Bühne und berichtete wie er im Data Layer Informationen über die im Content angesprochene Persona speichert und daraufhin nach diesen Personas in Google Analytics segmentieren kann.

german Intermediate Portal-Optimierung

Alexander Altenhofen und Bastian Zuber
DFL Digital Sports

Bastian Zuber und Alexander Altenhofen verantworten den Bereich Analytics bei der DFL Digital Sports GmbH, dem offiziellen Online-Auftritt der Fußball Bundesliga. Dass Analytics auch neben dem E-Commerce Einsatzbereiche findet, zeigten Alexander und Bastian eindrucksvoll am Beispiel bundesliga.de.

Neben der Budgetierung werden Analysen hauptsächlich zur Content-Optimierung herangezogen. So wird auf der Domain bundesliga.de beispielsweise ein Artikel-Performance-Score für jeden Beitrag errechnet. Dieses Scoring-Modell besteht aus den Metriken Multimediality (Spielzeit eines Videos), Reach (Page Views eines Artikels) und Retention-Rate (Verwandte Artikel werden zusätzlich gelesen) sowie Virality (Beitrag wird in sozialen Medien geteilt) und Quality (Verweildauer auf der Seite).
Weiter werden die Kennzahlen normalisiert und gewichtet. Der Score fließt in eine interne Applikation ein, welche es den Content Managern erlaubt die Relevanz einzelner Artikel zu vergleichen. Darüber finden sich in diese Applikation die perspektive Audience, Acquisition, Behaviour und Retention aus Google Analytics wieder. Automatisierte Reports werden täglich an die Content Manager geschickt und sollen ihnen tiefere Einblicke ermöglichen.

Weitere Arbeitsbereiche, in denen DFL Digital Sports Google Analytics einsetzt:

  1. Messung der digitalen Performance aller Kanäle & Darstellung in einem Digital Management Dashboard
  2. Markt und Wettbewerbs-Benchmarks (Premier League, La Liga, NFL, …)
  3. Qualitative Umfragen
  4. Experimente und A/B Testing
  5. Detaillierte Analysen

german Intermediate App

Albrecht Kühn
Waipu TV

Wie der Moderator – Lennart Paulsen – sehr passend sagte: „von dem (Albrecht Kühn von waipu.tv) werden wir in Zukunft noch häufiger hören“. Denn Albrecht Kühn hat mit Waipu.tv ein sehr spannendes Konzept für die Zuschauer mitgebracht. Waipu.tv ist ein Projekt in dem es über Plattformübergreifendes Internet-Fernsehen in sehr hoher Qualität geht. Da das ganze Spektakel online stattfindet, wird das Fernsehverhalten ein Stück weiter trackbar. Für das InApp-Tracking empfiehlt Albrecht Kühn Google Analytics und für das Thema Marketing und Attribution empfiehlt er Tools wie Firebase, adjust, AppsFlyer oder Tune. Anschließend stellt er diese in seinem Vortrag kurz gegenüber.

Durch eine einfache Geste – ein über dem Bildschirm wischen – lässt sich der Screen des Handys auf den Fernseher übertragen. Bei Waipu.tv soll das Nutzungserlebnis vor allem durch individuelle und personalisierte Inhalte bereichert werden. Zudem lassen sich einzelne Filme oder Serien aufzeichnen und können zu einem späteren Zeitpunkt gesehen werden. Durch die App werden unter anderem Push Notifications an “Gewohnheitsguckern” gesendet – „Sendung verpasst?“, die verpasste Sendung kann dann im Nachhinein angeschaut werden. Langfristig wird es darauf hinaus laufen, dass waipu.tv komplett individualisierte Sender den Zuschauern zur Verfügung stellt.

german Intermediate Google Analytics (360)

Ingo Börnert
L'Oréal

Ingo Börnert brachte uns zum 6. Analytics Summit einen spannenden Einblick in die Standardisierung von L’Oréal und die dazu verbundenen Herausforderungen mit der Digitalisierung. Das einheitliche Setup war für den Konzern keine leichte Aufgabe, da sich L’Oréal in vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Marken befindet. Dies bedeutet, dass Abweichungen nötig sind, denn nicht jedes Land oder jede Marke mit der entsprechenden Seite ist gleich. Durch den Verbund aller Headquaters des Konzern zusammen mit den lokalen sowie internationalen Marken, hieß es nun ein gemeinsames Analytics Setup zu kreieren, dass eine klare Struktur aufweist mit einer reduzierten Komplexität.

L’Oréal hielt sich an eine klare Struktur für die Standardisierung, welche mit der Implementierung der Container des Google Tag Managers auf den Websites begann, worauf die Daten in Google Analytics einlaufen und letztlich mit der Software DOMO in Dashboards dargestellt werden. Zudem entschloss sich L’Oréal auf einen internationalen Standard für die Naming Conventions in Google Analytics sowie ein einheitliches Tagging Setup. Das neue Rollout beinhaltet ebenso einen einheitlichen Data Layer, standardisierte Custom Dimensions wie auch Standard Events. Eine Umstrukturierung des Google Analyitcs Setups wurde ebenso ausgeführt. Dementsprechend wurde auf Account-Ebene nach Brands unterteilt und auf Property-Ebene nach Ländern, um eine klare Unterteilung für die Daten zu erstellen.

german Beginner Analytics und Medien

Lukas Grebe
Chefkoch

Lukas Grebe ist Teamleiter Business Intelligence bei Chefkoch, einem Tochterunternehmen von Gruner+Jahr mit über 100 Mitarbeitern. Seit Anfang 2015 liegt der Fokus seiner Arbeit auf einer wachsenden Insights-Infrastruktur als Grundlage für datengetriebene Entscheidungsprozesse.

Den Prozesse mit Google Analytics möchte man bei Chefkoch möglichst schlank halten. Alle Mitarbeiter dürfen selbstorganisiert auf das Tool zugreifen, um möglichst agil arbeiten und Hypothesen testen zu können. Dieses Vorgehen wird unter dem Begriff „Data Democratization“ zusammengefasst und soll zusätzlich die Kommunikation und den Austausch der Daten erleichtern. Die Arbeit mit Google Analytics umfasst im wesentlichen vier Level:

  • Level 1: Nutzer können standardisierte Reports erstellen.
  • Level 2: Nutzer können das GA Interface selbst konfigurieren und werden bei Fragen durch das Business Intelligence Team unterstützt.
  • Level 3: Einen Deep Dive für Analysen mit besonderen Anforderungen übernimmt das Team Business Intelligence.
  • Level 4: Neue Impulse und Erkenntnisse zu gewinnen gehört ebenfalls in das Team BI.

Um eigenständig mit Google Analytics arbeiten zu können, werden Mitarbeiter regelmäßig geschult. Darüber hinaus steht eine umfangreiche Dokumentation mit konkreten Anwendungsfällen zur Verfügung. Durch die Einführung eines internen Wettbewerbs zum Thema datengetriebenes Arbeiten werden Mitarbeiter incentiviert und sensibilisiert dies umzusetzen.

Lukas Grebe tischte in seinem Vortrag die Learnings auf und verriet seine Zutaten für ein erfolgreiches Google Analytics Projekt.

english Beginner News and Updates

Jason Xu
Google

Jason Xu is Product Manager for Google Attribution 360 and gave eye-opening insights into the usage and the upcoming features Google Attribution offers us.
Google Attribution 360 brings marketing data together to offer a whole view of performances and insights in order to optimize marketing across channels and across devices. It is a great way to link your Google Analytics, DoubleClick and AdWords data to one place and gives you suggestions on future marketing strategies. It is being used as a cross platform and a reporting tool. There are various settings including event and conversion types, so the user is able to create custom dimensions from existing sources and include third party sources for a single view across platforms. Google Attribution 360 offers a model comparison feature which includes comparing the old metrics with new ones. A new customize optimization solution is being created in Attribution by a regressions model to optimize the KPI subjects and add constraints and budget. A budget recommendation for the planned period leads to an optimal budget and conversion prediction to the upcoming marketing strategies. Overall it is a great tool to track users activity across different devices and various event types to analyze the perfect prediction.

„ Macht es einfach so weiter, wie die letzten 6 Jahre. Für mich ein absoluter Pflichttermin im November! ”

„ Mein Fazit, die Konferenz des Jahres für mich: Herzlichen Glückwunsch -- weiter so! ”

„ Danke für viele spannende Einblicke ins Thema Analytics! Es ist kaum zu fassen, wie viel Potential in dem Thema steckt! Der Analytics Summit motiviert jedes Mal aufs Neue. ”

„ Ein toller Tag! Eine klasse Auswahl an Themen, es war für jeden etwas dabei. Ich gehe hochmotiviert und mit vielen neuen Anregungen zurück zur Arbeit. ”

„ Die beste Konferenz bei der ich bisher teilgenommen habe. Es war meine erste Analytics Konferenz und wird nicht meine letzte bleiben. Perfekte Planung und absolut hochwertige Konferenz! Top Speaker mit interessanten brandaktuellen Themen. ”

„ Super vorbereitete und inhaltlich starke Konferenz. ”

„ Ich war das erste Mal da und ich fand es wirklich insgesamt super. Die Vorträge waren toll, hatten ein gutes Niveau und haben eine gute Mischung zwischen Theorie und genauem Praxisbezug geliefert. ”